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 Im Folgenden finden Sie Berichte zu unseren Verbandsaktivitäten.

21.03.2019: Neue Brandschutzkoffer

Feuerwehren freuen sich über neue BrandschutzkofferVerband Brandschutzkoffer 0193

Rhein-Sieg-Kreis (pk) Sich im Brandfall richtig zu verhalten, ist nicht nur wichtig, sondern will auch gelernt sein. Aus diesem Grunde hat der Verband der Feuerwehren in NRW (VdF) und die Provinzial Rheinland Versicherungen, im Rahmen einer Schulungsveranstaltung, neue Brandschutzkoffer an die Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis übergeben.
Mit dem neu aufgelegten Koffer zur Brandschutzerziehung erhalten die Wehren ein optimiertes Instrument für die Vermittlung von Brandschutzwissen und die Sensibilisierung für Brandgefahren.

Der Brandschutzkoffer hat einen Wert von 350 Euro und enthält eine Ausstattung, die für den Fall der Fälle vorbereitet: Mit Rauchwarnmelder, Verbrennungsdreieck, Notruftelefon, reichhaltigem Informationsmaterial und vielem mehr sind Brandschutzerzieher für ihre Arbeit in Kindergärten und Schulen umfassend ausgerüstet. „Brandschutzerziehung
kann gar nicht früh genug beginnen. Durch den Brandschutzkoffer werden die Kinder realitätsnah über die Wirkungsweise von Feuer aufgeklärt und sie können zugleich aktiv das richtige Verhalten im Notfall üben“, erklärt Tristan Krieger vom Verband der Feuerwehren in NRW. „Brandschutz ist ein wichtiges Thema, vor allem für die Zielgruppe Kinder. Die ausgewählten Inhalte sensibilisieren die Kinder für das Thema ‚Feuer‘, fördern den Abbau von Ängsten und schärfen so ein reflektiertes Selbstbewusstsein“, sagt Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. Mit den Materialien könne schnell und einfach ein erstes Sicherheitstraining vermittelt werden.


Seit 2016 übergeben der Verband der Feuerwehren in NRW in Zusammenarbeit mit der Provinzial Rheinland und der Westfälischen Provinzial an jede Kommune in NRW Brandschutzkoffer,
um die Brandschutzerziehung vor Ort zu unterstützen. Pro Jahr werden jeweils 100 neue Brandschutzkoffer verteilt. In der ersten Zuteilung hatten die Feuerwehren Königswinter, Swisttal und Wachtberg bereits einen Koffer erhalten. Mit der jetzigen Übergabe haben die 16 noch verbleibenden Feuerwehren im RSK ihren Koffer erhalten.

Verband Brandschutzkoffer 0178Verband Brandschutzkoffer 0169

20.06.2018: Neue Messtechnik-Gerätewagen

PM Mess DSC 0139a Gut aufgestellt für die Gefahrstoff-Analyse

Zwei neue Messtechnik-Gerätewagen im Einsatz

 

Rhein-Sieg-Kreis (ke) Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern sind die „Gerätewagen Messtechnik“ ein wesentlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr. Denn schwarze Rauchgaswolken und ausgetretene Gefahrstoffe müssen auf mögliche Gesundheitsgefährdungen analysiert werden. Da die beiden bislang im Kreisgebiet eingesetzten Fahrzeuge mit Baujahr 1986 alters- und technikbedingt ausgedient hatten, hat der Rhein-Sieg-Kreis in zwei neue Gerätewagen investiert.
Landrat Sebastian Schuster übergab die beiden Messtechnik-Fahrzeuge jetzt an die Feuerwehren Bornheim und Siegburg. „Die Messung von Gefahrstoffen ist ein essentieller Baustein der Gefahrenabwehr. Daher freue ich mich sehr, dass wir jetzt mit den neuen, topmodernen Gerätewagen im Bereich Gefahrstoff-Analyse hervorragend und zukunftsfähig aufgestellt sind“, sagte Landrat Sebastian Schuster und ergänzte: „Ich danke den Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die mit ihren Messgruppen seit über 30 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr leisten, ganz herzlich. Mein Dank gilt aber auch allen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die sich Tag für Tag für unsere Gesellschaft engagieren!“
Wolfgang Henseler, Bürgermeister der Stadt Bornheim, und Franz Huhn, Bürgermeister der Stadt Siegburg, die die Schlüssel der fabrikneuen Gerätewagen stellvertretend für ihre Feuerwehren in Empfang nahmen, bedankten sich herzlich für das neue „Arbeitsmaterial“.
280.000 Euro hat der Rhein-Sieg-Kreis insgesamt für die Anschaffung der beiden jeweils 4,6 Tonnen schweren Mercedes-Benz-Sprinter in die Hand genommen. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg, der das Einsatzkonzept „Gefahrstoffmessung“ im Detail vorstellte, betonte: „Heute ist ein guter Tag für die Feuerwehren, aber auch für die Bevölkerung im Rhein-Sieg-Kreis. Mit den neuen Gerätewagen können wir mögliche Gefahren noch besser identifizieren und entsprechend agieren.“
Die Vielfalt der integrierten Messgeräte ermöglicht die qualifizierte Analyse von Gefahrstoffen; über die Bestimmung der jeweiligen Konzentration lassen sich mögliche Gesundheitsgefährdungen für die Bevölkerung bewerten. Neben den Messtechnik-Gruppen der Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die die Fahrzeuge traditionell besetzen, sorgen fünf weitere Messgruppen im Gefahrenfall für ausreichende „personelle Ressourcen“. So wird bei größeren Einsätzen eine flächendeckende Umsetzung des Messkonzeptes garantiert.
Thomas Kaltheier von der Messgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim stellte die technischen Details der Fahrzeuge vor: Mehrgasmessgeräte und ein Photoionisations-Detektor (PID) erkennen Gefahrstoffe und ermitteln Stoffkonzentrationen. Der PID, wie er von Fachleuten genannt wird, kann bis zu 450 Gase in der Luft nachweisen. Außerdem sind Geräte zur Messung von Gamma- und Röntgenstrahlen sowie Beta-Kontaminationen integriert. Damit auch im Gefahrenbereich Messungen erfolgen können, haben die Gerätewagen auch Schutzkleidung für die Besatzung mit „an Bord“. Neben der umfangreichen Messtechnik bietet ein integrierter Arbeitsplatz die Möglichkeit zur Gefahrstoff-Recherche.

 

Detailfotos zur Ausstattung finden Sie im Bereich Feuerwehren -> Sondereinheiten -> Mess-Einheit.

 

 Mess GW GEB 9729

 

 

 

 

 

07.08.2018: Großbrand am Siegburger Brückberg

 1808 Grossbrand Siegburg

Großbrand am Siegburger Brückberg

7. August 2018: Gegenseitiges Vertrauen garantiert Einsatzerfolg

 

Siegburg. Die Begleitumstände begünstigten den Verlauf des Großbrandes in Siegburg-Brückberg erheblich. Die hohen Temperaturen am Ereignistag, die thermische Aufbereitung der Umgebung, Wind und Topographie führten zu einem Brandereignis, welches mit einem „Feuersturm“ vergleichbar ist. Die Menschenrettung über mehrere Straßenzüge hinweg, ein Stoppen der Brandausdehnung sowie die Fürsorge für die Einsatzkräfte waren die obersten Prioritäten der Einsatzleitung. Im Laufe der Einsatzmaßnahmen mussten neben der primären Brände bis zu 30 weitere Vegetations- und Entstehungsbrände an Gebäuden bekämpft werden. Diese Situation forderte den Einsatzkräften alles ab – bis zur absoluten Erschöpfung wurde die Menschenrettung erfolgreich durchgeführt sowie die Brandausdehnung eingedämmt.
Von insgesamt 32 Verletzten zählten zwölf Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr dazu, auch ein Indiz für das über die Leistungsgrenze des Einzelnen hinausgehende Engagement. 48 Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Kreisgebiet arbeiteten Hand in Hand, unterstützt von Polizei und anderen Helfern. Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es eine von den Freiwilligen Feuerwehren getragene nichtpolizeiliche Sicherheitsarchitektur, bei der Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk sowie die Hilfsorganisationen solche großen Einsatzlagen bewältigen können. Das Miteinander und das gegenseitige Vertrauen untereinander war wieder einmal der Garant des Einsatzerfolges. Weiterhin vorteilhaft sind die Erfahrungen der Einsatzleitung durch eine Vielzahl von Übungen, z.B. der Katastrophenschutzübung „Sturzflut“ (2017).
Die Planungen des Kreises zur vorgeplanten, überörtlichen Hilfeleistung unserer Feuerwehren sowie dem Rettungsdienst haben diesem Härtetest standgehalten. Das Land griff auch auf die rettungsdienstlichen Planungen zurück: Die Alarmierung erfolgte problemlos; der Einsatz schnell und professionell.
Schlussendlich ist es jedoch nicht nur den vorherigen Planungen sondern hauptsächlich den Einsatzkräften zu verdanken, dass es bei leichten Verletzungen blieb und eine Brandausdehnung gestoppt werden konnte.

 

IMG 2861808 Grossbrand Siegburg

Auszug aus dem Einsatz-Ticker


14:32 Uhr
Alarmierung: B 1 Fläche FW Siegburg
14:47 Uhr
im Minutentakt: Erhöhung auf B 3, B 4, B 5
15:07 Uhr
Alarmierung: ELW 2 und Stab
16:10 Uhr
Einsatzleitung an KBM
16:20 Uhr
1. Lagebesprechung Stab
Einsatzorganisation:
EA 1 Brandbekämpfung gesamtes Schadensgebiet, EA 2 Rettungsdienst, EA 3 Betreuungsdienst, BR Feuerwehr
16:58 Uhr
2. Lagebesprechung Stab
Lageübergabe EAL 1:
8 Wohnhäuser im Urnenfeld brennen; Unterabschnitte mit den Führungsmitteln ELW SAN und RHB gebildet; Ablösung für die Einsatzkräfte SGB initiieren; zz. 5 Einheiten im BR; Kühlwagen vor Ort, am ELW SGB melden; Anforderung Kaltgetränke und „Riegel“; Anfahrt BF Bonn (3 LZ) über Gneisenaustr. UAL Nord;
Weisung des EL: Prio 1 Menschenrettung, Prio 2 Brandbekämpfung; „Lagebild rund machen“; Grundschutz für SAN, TRO und SGB sicherstellen; Mitarbeiter der Stadt in EL anwesend
17:43  Uhr
3. Lagebesprechung Stab
Qualifizierte Lage liegt vor; 7 Wohnhäuser, aber 9 Wohneinheiten betroffen. (Lage von 17:09 Uhr); ca. 100 Pers. zz. in Schule betreut; Wasserversorgung Doppel-A von Mühlengraben steht, Doppel-B von
Luisenstr. herstellen; Verletz-tenzahlen der Leitstelle: bisher 10 P-Transporte zzgl. 2 Verletzte aus der Patientensichtung der Einsatzstelle; Anfrage der umliegenden KH´s
veranlasst (Selbsteinweisungen?); Betreuungsplatz: Getränke verteilt (3 Kühlanhänger bereits ausgeteilt), weitere Getränke geordert, Essen für 1 000 Pers. bestellt; Weisung EL: Kräfteansatz verifizieren, keine Nachalarmierung bis 18:45 Uhr!
18:45  Uhr
4. Lagebesprechung Stab
20:05  Uhr
5. Lagebesprechung Stab
Entlassung der ersten FW-Einsatzkräfte; Wasserversorgung Luisenstr. bleibt bestehen; 28 Verletzte; 12 Verletzte  selbständig in Krankenhäuser; Rückführung der Anwohner aus dem Hohlweg ab 21 Uhr, Rücksprache mit Polizei erfolgt; Ü-MANV-S Kräfte aus Einsatz entlassen; in Planung: ICE-Testfahrt / nur in Abstimmung mit EL; ca. 200 Anrufe beim Bürgertelefon SGB; EL: Geordnete Übergabe der Einsatzleitung an SGB vorbereiten; Innenministerium erwartet bis 08.08.2018, 6 Uhr einen schriftlichen Bericht.
21:10  Uhr
6. Lagebesprechung Stab
22:20  Uhr
7. Lagebesprechung Stab Verpflegung für 1 000 Pers.:  aktuell 300 Essen vorhanden, S1 = 540 Einsatzkräfte FW und RD sowie ca. 80 Einsatzkräfte Polizei waren vor Ort; FW Much wird mit BSW beauftragt; DB-Strecke: Gleise 3 und 4 freigegeben
22:30 Uhr
Einsatzleitung an StBI Burmann und an FW SGB

28.09.2018: „Gefahrenabwehrzentrum“ des Rhein-Sieg-Kreises

„Gefahrenabwehrzentrum“ des Rhein-Sieg-Kreises

 

Die Bedarfsermittlung und eine Machbarkeitsanalyse zählten zu den ersten Schritten: Im Herbst 2017 wurde das Projekt zum gewünschten Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) des Rhein-Sieg-Kreises gestartet, sodass die Firma FORPLAN GmbH aus Bonn nun ihre Studienergebnisse zusammenfasste. Über die Ergebnisse und weiteren Schritte spricht im Interview Landrat Sebastian Schuster.

 

Worin sehen Sie den Bedarf und die Prioritäten für das Gefahrenabwehrzentrum?
Wir müssen Schritt halten mit den Entwicklungen in unseren Feuerwehren vor Ort und den Erfordernissen der kreisweiten Katastrophenvorsorge. Der Brandschutz, die Hilfeleistung und der Katastrophenschutz mit einem Schulungs- und Stabsbereich sowie Werkstätten und Übungsanlagen haben höchste Priorität. Daneben wurde auch ein Bedarf für den Rettungsdienst als Schulungszentrum ermittelt sowie der Bedarf des Veterinäramtes, eine solche Einrichtung als Tierseuchenlogistikzentrum nutzen zu können.
Diese Bereiche bilden den inhaltlichen Schwerpunkt eines GAZs. Die derzeitige Situation im Kreisfeuerwehrhaus in Bezug auf Raumgestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Effizienz ist nicht geeignet, eine zukunftssichere Aufgabenerledigung sicherzustellen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sowie zur Deckung der Bedarfe.

 

Wie sieht das zukünftige GAZ laut den Gesprächen zu Abstimmungen und Bedarfsermittlungen aus?
Ein Hauptfunktionsbereich des GAZs ist der Schulungs- und Stabsbereich. Dieser Kernbereich muss alle Räume und Einrichtungen zur Durchführung eines Aus- und Fortbildungsbetriebes für die Bedarfsträger auf Kreisebene enthalten. Ganz klar sollen hier die Standardausbildungen mit Sprechfunker, Maschinisten etc. genauso durchgeführt werden wie die Sonderausbildungen, z.B. Messübungen oder Technische Hilfe, oder die Fortbildungen für etwa Truppführer, Gerätewarte oder Heißausbildung. Die räumlichen Gegebenheiten des alten Kreisfeuerwehrhauses lassen diese Möglichkeiten bislang nicht zu.

 

Was wurde neben den Schulungen noch beachtet?
Wir brauchen selbstverständlich weiterhin die Werkstatt- und Technikbereiche. Diese wurden mit einem Flächenbedarf von rund 1 000 Quadratmetern ermittelt. Darin enthalten sind Atemschutz-, Schlauch- und Körperschutzwerkstatt sowie der Mobile Prüfdienst. Aufgrund steigendem Aus- und Fortbildungsaufwand in den Kommunen und auf Kreisebenen wird es hier mehr zu tun geben hinsichtlich der wartungs- und prüfpflichtigen Geräte. Auch wenn einige Kommunen eigene Werkstätten haben oder einrichten möchten, wird dies den Bedarf nicht auffangen und gleichzeitig muss weiterhin gewährleistet sein, dass die Bearbeitung fristgerecht erfolgt. Manche Geräte erfordern eine Sonderprüfung bzw. Qualifizierung der Prüfer. Diese sollen weiterhin zentral auf Kreisebene erfolgen. Ein weiterer Raumbedarf besteht bei den Übungsanlagen.

 

Gibt es Veränderungen bei den Übungsanlagen?
Momentan führen wir leider Aus- und Fortbildungen durch ohne die jeweiligen Übungsanlagen anbieten zu können, die nach dem heutigen Stand der Technik erforderlich sind. Beispiele sind die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger oder die Fortbildung in der Absturzsicherung. Unsere Kommunen sahen bei der Abfrage ebenfalls einige Übungsanlagen als unerlässlich an, die also einem kreisweiten Bedarf unterliegen. Aber die reinen Übungsanlagen bringen uns nicht weiter. Drinnen brauchen wir ausreichend Umkleide- und Sanitäranlagen sowie im Außenbereich befestigte Freiflächen. Schließlich müssen auch Logistikflächen zur Verfügung stehen. Stellplätze für Feuerwehr-Sonderfahrzeuge oder Reservefahrzeuge des Rettungsdienstes stehen ebenfalls ganz oben. Dazu kommen Lager- und Parkflächen. Innerhalb der Kommunen können nicht alle Einsatzmittel oder Verbrauchsgüter unendlich gelagert werden. Erwähnt wurden beispielsweise Einsatzreserven von Sonderlöschmittel, Abrollbehälter zum Transport oder Wechselkleidung.

 

Wie sieht es mit dem Grundstücksbedarf und den Gesamtkosten aus?
Laut der Studie sprechen wir von einer Grundstücksfläche mit insgesamt rund 15 000 Quadratmetern. Damit könnten alle Funktionsbereiche ebenerdig eingerichtet werden. Die notwendige Brutto-Grundfläche ergibt sich aus der notwendigen Nutzfläche, Konstruktions-Grund- und den Verkehrsflächen. Aus vergleichbaren Bauprojekten wurde ein Kostenrahmen ermittelt. Die Ausstattung entspricht dabei einem für vergleichbare Einrichtungen und Funktionsbereiche üblichen Ausstattungsgrad. Die Kosten liegen in Höhe von 17,5 Millionen Euro.

 

Gibt es andere Möglichkeiten, die Bedarfe abzudecken, z.B. durch eine Kooperation mit der Bundesstadt Bonn?
Die Studie hat bereits eine derartige Kooperation geprüft und für sinnvoll erachtet. In Abstimmung zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ist definitiv eine einheitliche Ausbildung vorteilhaft. Gerade Ausbildungstermine für ehrenamtliche Kräfte können flexibler angeboten werden. Die Feuerwehr Bonn interessiert sich auch für die Nutzung der Übungsanlage zur Wärmegewöhnung und gerade im Logistikbereich gibt es weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann die Rüsteinheit der Feuerwehr Bonn (inkl. Kran) bei umfangreichen TH-Einsätzen im Rhein-Sieg-Kreis angefordert werden.

 

 

Die folgende Abbildung zeigt eine schematische Darstellung des neuen Gefahrenabwehrzentrums. Quelle: RSK

1809 GAZ Schema

28.09.2018: Feuerwehr im Gespräch

„Feuerwehr im Gespräch“ mit Verwaltung und Politik

Kreisfeuerwehrverband lud zum 3. Mal zur Veranstaltung ein

Kfv RSK 1809 075

Rhein-Sieg-Kreis. Bereits zum dritten Mal lud der Kreisfeuerwehrverband mit seinem Vorsitzenden, Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg zur Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ ein. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte der Musikzug der Meckenheimer Stadtsoldaten.

Jürgen Mathies, Staatssekretär im NRW-Innenministerium, die Europa-, Bundestags-, Landtags-, Kreistagsabgeordneten aus dem Rhein-Sieg-Kreises, die kommunalen Spitzenbeamten der 19 Städte und Gemeinden sowie über 200 Feuerwehrleute aus allen Kommunen waren in die Meckenheimer Jungholzhalle gekommen, um über aktuelle Feuerwehrthemen zu diskutieren.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen hatte für diese Veranstaltung auf das Staatsbankett mit dem türkischen Präsidenten Erdogan verzichtet, erfuhren die Gäste von Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg.
Der Moderator und Redakteur Ralf Rohrmoser-von Glasow führte gekonnt durch zwei interessante und kurzweilige Gesprächsrunden über aktuelle The-men: Den Großbrand an der ICE-Strecke in Siegburg-Brückberg und das geplante Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) der Feuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis.

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Den Fragen zur ersten Talkrunde stellten sich Staatssekretär Jürgen Mathies, Landrat Sebastian Schuster, Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn und der stellvertretende Siegburger Wehrleiter Georg Burmann. Vor Einstieg in die Talkrunde schilderte Michael Grabowski, ein Helfer der ersten Stunde beim Großbrand, das Geschehene. Er selbst ist kein freiwilliger Feuerwehrmann, sondern betreibt in der Nachbarschaft ein kleines Unternehmen. Grabowski kam gerade nach Hause als die ersten Flammen loderten. „So etwas war für mich vorher unvorstellbar. Innerhalb von Minuten hatten die Flammen vier Gleise übersprungen“, berichtet er noch tief bewegt. Sichtlich beeindruckt hörten die Gäste seinen weiteren Schilderungen zu. „Man denkt nicht mehr, man tut es einfach“. Er habe seine Fahrzeuge weggesetzt und dann die Feuerwehr mit einem Garten-schlauch unterstützt.
Staatssekretär Jürgen Mathies übermittelte den Dank der Landesregierung und zollte den Einsatzkräften noch einmal allen höchsten Respekt, dass alle Menschen gerettet und die Häuser auf der gegenüberliegenden Straße vor den Flammen bewahrt wurden. Bürgermeister Franz Huhn dankte allen 540 Helfern für die unbeschreibbare Leistung, die jeder Einzelne erbracht hat. Der Großeinsatz sei top koordiniert und großartig geleitet worden.
In der zweiten Gesprächsrunde ging es um das geplante Gefahrenabwehrzentrum (GAZ), das in den nächsten Jahren für rund 17,5 Millionen Euro in der Mitte des Rhein-Sieg-Kreises gebaut werden soll. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg informierte über den Zweck und den aktuellen Sachstand. Das neue GAZ soll Schulungsräume, Werkstätten und große wirklichkeitsgetreue Übungsbereiche umfassen. So wird gewährleitet, das hier zukünftig eine praxisorientierte Ausbildung durchgeführt und in Bezug auf Raumgestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Effizienz eine zukunftssichere Aufgabenerledigung sichergestellt wird. Letztendlich sollen hier noch Spezialgeräte vorgehalten werden, die bei Bedarf von den einzelnen Kommunen angefordert werden können.
Amtsleiter Rainer Dahm schilderte von den Schwierigkeiten ein geeignetes, großes Grundstück für so ein Projekt zu finden und sprach über den möglichen Zeitrahmen für die Verwirklichung. „Wenn uns die Politik hilft, lässt sich das in Jahren machen“.

 

Besonders erfreulich war die tolle Beteiligung der politischen Vertreter. Man erlebt es selten, dass bei einer Veranstaltung der Europaabgeordnete, drei Bundestagsabgeordnete und zwei Landtagsabgeordnete des Kreises sowie zahlreiche Vertreter aus dem Kreistag anwesend sind. Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit und das Engagement der Feuerwehr.

 

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28.09.2018: Feuerwehr im Gespräch - Resonanz

Große Akzeptanz und tolle Resonanz

„Feuerwehr im Gespräch“ interessanter denn je für seine Gäste

Rhein-Sieg-Kreis. Zum nunmehr dritten Mal hatte der Kreisfeuerwehrverband im September 2018 zur Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ eingeladen (wir berichteten). „Besonders erfreulich war die tolle Beteiligung der politischen Vertreter“, sagte Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg: „Man erlebt es selten, dass bei einer Veranstaltung der Europaabgeordnete, drei Bundestagsabgeordnete und zwei Landtagsabgeordnete des Kreises sowie zahlreiche Vertreter aus dem Kreistag anwesend sind. Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit und das Engagement der Feuerwehr.“
In der Meckenheimer Jungholzhalle hat der bekannte Zeitungsredakteur Ralf Rohrmoser-von Glasow als Moderator des Abends neben zwei interessanten Gesprächsrunden im Anschluss auch bei den prominenten Gästen aus Politik und Verwaltung einmal nachgefragt:
„Haben Sie die Feuerwehr in irgendeiner Lebenssituation schon einmal gebraucht? Was wünschen Sie sich von der Feuerwehr? Und was wünschen Sie der Feuerwehr?“


Wenngleich auch niemand der Befragten von persönlichen Erfahrungen mit der Feuerwehr im Einsatzfall berichten konnte, waren sich alle einig, dass die Feuerwehr einen hohen Stellenwert habe und sich jeder glücklich wisse, dass sie vor Ort sei.
Lisa Winkelmeier-Becker ging gerade der Großbrand am Siegburger Brückberg im August 2018 „persönlich nahe“, da ihr Elternhaus in etwa einem Kilometer Luftlinie davon entfernt lag. Die Bundestagsabgeordnete ist aber nicht nur wegen diesem Einsatz dankbar, denn sie schätzt vor allem die „tatkräftige, mutige, selbstlose Hilfe in Notlagen – ob Feuer, Überschwemmung oder Verkehrsunfall.“
Die beiden Bundestagsabgeordneten Sebastian Hartmann und Dr. Norbert Röttgen wünschten der Feuerwehr vor allem mehr Nachwuchs, gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit sowie Unterstützung zu einer ausreichenden Ausstattung seitens der Politik. Dr. Norbert Röttgen fügte noch hinzu, dass die Feuerwehr weiterhin den Gegensatz zwischen Ehrenamt und Professionalität verbinde. Besonders das vielfältige ehrenamtliche Engagement als Bereicherung des Ortsgeschehens sieht auch Sebastian Hartmann und lobt: „Die Feuerwehr zeigt großartigen Einsatz und leistet eine hervorragende Arbeit.“
Als „wichtige Sozialisationsinstanz“ sieht zudem Europaabgeordneter Axel Voss die Feuerwehr in seinem Heimatdorf. Demnach wünschte er sich für die Feuerwehr, dass „sie ihre Einstellung, Menschen zu helfen, ihre ehrenamtliche, gemeinschaftsprägende Haltung bewahrt.“ Denn nur so könnten die „Hilfsorganisationen ein starkes Netzwerk bilden“.
Landrat Sebastian Schuster bestärkte ebenfalls den Zukunftswunsch für die Feuerwehr, „dass sie den an sie gestellten Herausforderungen immer wieder aufs Neue gerecht wird, altbewährtes fortführt, dabei aber auch neue Wege und Möglichkeiten ausprobiert.“ „Engagierte und mutige Frauen und Männer“ seien wünschenswert, die sich tagtäglich für die Sicherheit der im Rhein-Sieg-Kreis lebenden Menschen einsetzen.
Zustimmung bekam er hierbei von Jürgen Mathies, Staatssekretär im Innenministerium des Landes NRW. Immer genügend Menschen, die der Feuerwehr beitreten, erhalten die Einsatzstärke: „Das Projekt der Kinder-Feuerwehr des Landes fördert das intensiv“, so Mathies.
Schließlich bestärkte Dr. Torsten Bieber, Fraktionsvorsitzender im Kreistag, die Feuerwehr: „Dass sie sich nicht ‘versteckt‘, sondern ihre Leistungen für die Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen selbstbewusst vertritt. Sie hat allen Grund dazu!“ Sein Wunsch an die Feuerwehr daher ganz klar: „Stets eine gesunde Rückkehr von den Einsätzen; stärkere Wertschätzung in der Gesellschaft und keine Nachwuchssorgen.“
Letzteres äußerte in ähnlicher Weise der NRW-Landtagsabgeordnete Björn Franken: „Der Feuerwehr wünsche ich, dass sie stets mit Geist und Körper gesund aus den Einsätzen nach Hause zurückkehrt.“

 

Die nächste Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ findet am Freitag, 20. September 2019 in der Siegburger Rhein-Sieg-Halle statt.

 

Themenvorschläge zu den Gesprächsrunden kann jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann beim Kreisfeuerwehrverband einreichen.
Einfach per E-Mail senden an: info@kfv-rsk.de.

28.09.2018: Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber

Hohe Auszeichnung für versierten ABC-Experten

Ehrenkreuz in Silber für Michael „Migo“ Meyer

 

Rhein-Sieg-Kreis. (TH) Seit dem 22. Januar 1973, also seit bald 46 Jahren, ist Michael „Migo“ Meyer Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Nun hat der 59-Jährige sein Amt als Leiter der Messgruppe Siegburg in jüngere Hände übergeben. Mit leeren Händen wird Migo Meyer aber keineswegs darstehen: Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg nutzte die offizielle Verabschiedung, nicht nur den Dank der Feuerwehr auszusprechen, sondern eine auch besondere Auszeichnung zu überreichen: Für seine langjährigen Verdienste und sein besonderes Engagement wurde Michael „Migo“ Meyer mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. Die hohe und limitierte Auszeichnung des Deutschen Feuerwehrverbandes wird unter anderem für hervorragende Leistungen im Feuerwehrwesen verliehen. Und genau dafür sei Michael Meyer nachweislich bekannt, wie Dirk Engstenberg bei der offiziellen Verleihung in Meckenheim begründete: In seinen bald 46 Dienstjahren war Meyer mehrere Jahre stellvertretender Löschgruppenführer und über 15 Jahre Löschgruppenführer der Löschgruppe Wolsdorf. Sein besonderes Engagement galt und gilt dem ABC-Bereich. Durch diverse Lehrgänge wurde er zum versierten Experten für den Umgang mit Gefährlichen Stoffen und Gütern, Strahlenschutzeinsätze, den Umgang mit Sprengstoffen und ABC-Gefahren. Mehr als 25 Jahre lang leitete er die Siegburger Messgruppe und hat zudem viele Übungen und Messeinsätze im Rhein-Sieg-Kreis erfolgreich durchgeführt. Als Ausbilder für ABC im Rhein-Sieg-Kreis und auf kommunaler Ebene hat Meyer sein großes Fachwissen mit dem Feuerwehrnachwuchs gern geteilt.

 

Ehrung Meyer

Dirk Engstenberg (rechts) ehrt Michael "Migo" Meyer. Foto: Udo Schumpe 

30.01.2019: Neue Unfallverhütungsvorschrift (UVV)

Schutz der Einsatzkräfte ist das höchste Ziel

Neue Unfallverhütungsvorschrift (UVV) „Feuerwehren“ ersetzt 30 Jahre altes Regelwerk

Rhein-Sieg-Kreis. (SG) Mit Beginn des Jahres 2019 erwarten wir die grundlegende Überarbeitung der UVV „Feuerwehren“. Aus der bisherigen GUV-V C53 wird dann die DGUV Vorschrift 49 sowie die DGUV Regel 105-049. Dies entspricht einer kompletten Neufassung der fast 30 Jahre gültigen, alten UVV „Feuerwehr“.

UVV Cover

Viele Änderungen ab 2019

Gegenüber der bisherigen UVV hat sich der Geltungsbereich deutlich geändert: Die neue DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ gilt „nur“ noch für Städte und Gemeinden mit Freiwilligen Feuerwehren und Pflichtfeuerwehren, sowie der dort ehrenamtlichen Dienst verrichtenden Feuerwehrangehörigen. Dies bedeutet im Umkehrschluss: Sie gilt nicht für Beamte und hauptberuflich im Feuerwehrdienst Beschäftigte. Für diese gilt uneingeschränkt das staatliche Arbeitsschutzrecht. Die Regelungen der DGUV Vorschrift 49 können jedoch für Beamte und Beschäftigte per Anweisung des Dienstherrn bzw. der Dienstherrin zur Anwendung kommen.

 

Neuer Abschnitt für Sicherheit und Gesundheitsschutz von Einsatzkräften

Als neuer Abschnitt II wurde die „Organisation von Sicherheit und Gesundheitsschutz“ in die UVV aufgenommen. Er regelt in eigenen Paragrafen unter anderem die Zuständigkeiten und Verantwortungen, die Gefährdungsbeurteilung, die sicherheitstechnische und medizinische Beratung, aber auch die persönlichen Anforderungen und Eignungen sowie die arbeitsmedizinische Vorsorge. So obliegt mit der Neuregelung der Gemeinde bzw. Stadt die Verantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der dort tätigen Feuerwehrangehörigen. Die sich aus dem Ehrenamt ergebenden Strukturen und Anforderungen müssen bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung besonders berücksichtigt werden. Mehr Klarheit gibt es auch bei den Vorgaben zur Eignung für den Feuerwehrdienst. Im Feuerwehrdienst dürfen nur Feuerwehrangehörige eingesetzt werden, die für die jeweilige Tätigkeit körperlich und geistig geeignet und fachlich befähigt sind. Bestehen konkrete Anhaltspunkte für Zweifel an der Eignung, so sind diese ärztlich untersuchen und bestätigen zu lassen.

 

30.01.2019: Investitionen in die Zukunft

Investitionen für die Zukunft

Bisherige Anschaffungen sind erfolgreich, weitere wurden durch den Kreistag beschlossen

Rhein-Sieg-Kreis. Im Doppelhaushalt 2019/2020 hat die Fachverwaltung des Kreises eine ganze Reihe von notwendigen Investitionen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes eingestellt. Der Kreistag hat mit seinem Mehrheitsbeschluss alle Positionen im Haushaltsentwurf beschlossen. In der vergangenen Haushaltsperiode konnten die geplanten Investitionen alle umgesetzt werden. Ein großes Projekt war die Anschaffung von zwei kreiseigenen Messfahrzeugen zur Gefahrstoffmessung. Diese Fahrzeuge und deren zum Teil neu angeschaffte Messausstattung verbessern enorm die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren beim Gefahrstoffnachweis und bei Konzentrationsmessungen.
Im Haushalt 2019/2020 sind zur weiteren Ausstattungsergänzung Mittel für jeweils vier Chemikalienschutzanzüge in Höhe von 33.000 Euro vorgesehen sowie weitere 28.000 Euro für ein neues Gerät zur Gefahrstoffidentifikation. Auch im Kreisfeuerwehrhaus wird die Automatisierung weiter vorangetrieben. Im vergangenen Haushalt konnte bereits eine vollautomatische Anlage zum Waschen und Prüfen von Schläuchen und eine Reinigungsanlage zum Waschen von Atemschutzmasken in Betrieb genommen werden. Beide Anlagen haben sich so gut bewährt, dass jeweils nochmal zur Deckung des gesamten Arbeitsbedarfes in solche Anlagen investiert werden soll. Durch die Inbetriebnahme dieser Geräte wird vornehmlich die Betriebssicherheit und Reinigungsqualität verbessert. Weitere Anschaffungen sind für die Ergänzungen der Geräte zur Dekontamination von Einsatzkräften und verletzten Personen vorgesehen, die die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Anschaffungen weiter komplettieren. Im Bereich der Information und Kommunikation wird ein komplexes Projekt angestoßen. In den vergangenen Jahren mussten erhebliche finanzielle Mittel zum Erhalt der Einsatzbereitschaft des Einsatzleitwagens aufgebracht werden. In der Planung ist ein ELW 2, der im Jahr 2020 mit einem Budget von 600.000 Euro geplant und bestellt werden kann. Zusätzliche 30.000 Euro stehen für dieses Projekt bereits als Planungskosten ab 2019 zur Verfügung. Als weiterer Ausstattungsbestandteil des ELW 2, vornehmlich zur Lageerkundung und für Kurierfahrten, kann bereits in diesem Jahr ein Einsatzmotorrad angeschafft werden. Das größte Projekt ist jedoch die Realisierung des Gefahrenabwehrzentrums. Hierfür sind bereits ab 2019 Haushaltsmittel zum Grundstückserwerb vorgesehen.

Investitionen GEB 4251

Hier eines der beiden identischen Messfahrzeuge. Foto: G. Barkowski

 

11.03.2019: Projekt „RESPEKT Bonn/Rhein-Sieg“

Projekt „Respekt Bonn/Rhein-Sieg“

Für mehr Respekt gegenüber Rettern, Helfern und Feuerwehrangehörigen schließen sich Feuerwehren, Rettungsdienste, Ordnungsbehörden und Polizei in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen.

Ob hauptberuflich oder im Ehrenamt: Wehrleute, Rettungskräfte, Polizisten oder Mitarbeiter der Ordnungsämter retten, helfen, schützen und gewährleisten die notwendige Ordnung. Dabei riskieren sie mitunter auch ihre Gesundheit oder ihr Leben. Nun fordern sie gemeinsam den notwendigen Respekt für ihre tägliche Arbeit zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft ein.

 

Was viele von uns aber tagtäglich erleben ist schlicht Respektlosigkeit. Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt. Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon auch Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen.

 

Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Teile der Gesellschaft fühlen sich allerdings durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung als eine staatliche Unverschämtheit oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss. Dabei geht es in unserem Job für die Gesellschaft nicht selten um die Rettung von Menschenleben, die Hilfeleistung für Verletzte, Strafverfolgung und die Abwehr von Gefahren, von denen jeder Mensch einmal betroffen sein könnte und selbst auf Hilfe angewiesen wäre.

 

Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht.

 

Es ist dringend notwendig, den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben.

 

Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern „unter Blaulicht“, umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto „Respekt - Bonn/Rhein-Sieg“.

Eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Stadt Bonn, der Kommunen des Kreises, der Polizeibehörden sowie der Rettungsdienste und Feuerwehren wurde beauftragt, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um sich an die Öffentlichkeit zu wenden.

Die Projektgruppe will der Bevölkerung in der Region zunächst positiv darstellen, was Angehörige von Rettungsdiensten, Feuerwehren, Polizeien und Ordnungsämtern denn genau tun. Wie wichtig ist ihre Arbeit für die Menschen? Was hängt alles davon ab? Wer sind die Menschen hinter der Uniform? Was bewegt sie und wie leben sie? Wie empfinden sie respektloses Verhalten? Welche positiven oder negativen Erlebnisse haben sie zu erzählen?

 

Unterstützen Sie das Projekt „Respekt Bonn/Rhein-Sieg“!

 

Wir sind interessiert an Ihren Erfahrungen und möchten Ihre Erlebnisse für unsere Kampagne nutzen. Können Sie sich vorstellen, Teil und Gesicht der Kampagne zu werden? Seien Sie versichert, dass Ihre Angaben nur in der mit Ihnen vereinbarten Form (Presse, Soziale Netzwerke, TV/Radio) und unter strenger Berücksichtigung Ihrer Persönlichkeitsrechte benutzt werden. Wir brauchen Ihre „Geschichte“!!!

 

Sie sind zudem herzlich eingeladen, sich mit Ideen, Anregungen und Kommentaren an die Projektgruppe zu wenden.

Kontakt: peter.kern@kfv-rsk.de

Aktuell wird der Kreisfeuerwehrverband durch folgenden Vorstand vertreten:

Vorsitzender: Dirk Engstenberg
Stellvertretender Vorsitzender:   Markus Zettelmeyer