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 Im Folgenden finden Sie Berichte zu unseren Verbandsaktivitäten.

01.09.2017: Feuerwehr im Gespräch

„Feuerwehr im Gespräch“ fortgesetzt

Kreisfeuerwehrverband lud zum 2. Mal zur Gesprächsrunde ein

Rhein-Sieg-Kreis Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr lud der Kreisfeuerwehrverband mit seinem Vorsitzenden, Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg auch 2017 wieder zur Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ ein. In der Troisdorfer Stadthalle präsentierten Vertreter aus den Feuerwehren, Städten und der Politik aktuelle Feuerwehrthemen. Radio-Moderator Sven Jaworek führte gekonnt durch insgesamt drei Gesprächsrunden.

Mit Kreisdirektorin Annerose Heinze, dem stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Troisdorf, Rudolf Eich und Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg startete das Trio zu dem aktuellen Stand. „Ohne Ehrenamt geht es nicht“, betonte Eich. Im Rhein-Sieg-Kreis sind aktuell 3.500 Feuerwehrfrauen und-männer aktiv. Laut Annerose Heinze gehöre gerade bei der Feuerwehr eine gute Ausbildung dazu. „Die Feuerwehrfrauen und –männer setzen ihr Leben für uns ein.“

Unter dem Motto „NRW: Projekt FeuerwehrEhrensache, Förderung des Ehrenamtes durch die Landesregierung“ tauschten sich Staatssekretärin Andrea Milz (Sport und Ehrenamt), Ministerialrätin Heike Vehling, aus dem Ministerium des Inneren mit Direktor Berthold Penkert, Leiter des Instituts der Feuerwehr aus.

„Unsere Mitglieder ändern sich und haben andere Erwartungen“, sagte Berthold Penkert und möchte mit dem Projekt „FeuerwehrEhrensache“ einem möglichen Mitgliederrückgang frühzeitig entgegenwirken. Der Abschlussbericht zur Kampagne, die bereits 2013 vom Innenministerium und dem Verband der Feuerwehren gestartet wurde, wird im November erscheinen. „Wir möchten, dass jeder das liest und die Möglichkeit hat, die Ergebnisse im Einzelnen nachzulesen und sich zu informieren“, sagte Heike Vehling. Zum Projekt habe es eine wissenschaftliche Beratung gegeben, so dass für jeden etwas dabei sei. Ausschlaggebend für viele Ideen und neue Denkanstöße sei nach Penkerts Meinung gewesen, dass sie keine Denkverbote hatten.

Das Thema „Gute Bespiele zur Mitgliedergewinnung in unseren Feuerwehren des Rhein-Sieg-Kreises“ präsentierten Bürgermeister Norbert Büscher zur Mitgliedergewinnung in der Gemeinde Much, Markus Büscher, Leiter der Feuerwehr in Much, und Walter Hirtsiefer, Leiter der Feuerwehr in Neunkirchen-Seelscheid, sowie Maike Lübeck, Leiter der Kinderfeuerwehr, und Kinderfeuerwehrbetreuer Clemens Fischer. Vom persönlichen Kontakt zu neuen Feuerwehrangehörigen, der Tagesverfügbarkeit und Stellenausschreibungen der Städte wurden hier auch die neu eingerichteten Kinderfeuerwehren thematisiert.

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte das Feuerwehrorchester der Stadt Eschweiler.

 

   FwV RSK 1709 003 PC

 

 

 

 

 

 

01.09.2017: Delegiertenversammlung

Kreisdirektorin Annerose Heinze mit Feuerwehr-Ehrennadel ausgezeichnet

Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes in der Troisdorfer Stadthalle

Rhein-Sieg-Kreis „Die Überraschung ist gelungen“, sagte Kreisdirektorin Annerose Heinze. Sie wurde anlässlich der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein-Sieg e.V. in der Troisdorfer Stadthalle mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes in Gold ausgezeichnet. Dazu hielt der Verbandsvorsitzende Dirk Engstenberg im Beisein von Landrat Sebastian Schuster eine kurze Laudatio. Seit 30 Jahren ist Annerose Heinze beim Rhein-Sieg-Kreis tätig und seit zehn Jahren den für Fachbereich zuständig. „Wir haben in Frau Heinze eine große Unterstützerin, die sehr genau alles verfolgt“, sagt Engstenberg. So hätte sie in der Vergangenheit für ihn auch einige wertvolle Ratschläge zur Entwicklung der Feuerwehr gehabt. Mit diesen Worten, der Ehrennadel und einer Urkunde bedankte er sich für ihr großes Engagement. In der Funktion als Kreisdirektorin nahm Heinze, aufgrund ihrer anstehenden Altersteilzeit, zum letzten Mal an der Delegiertenversammlung teil.
Bei der diesjährigen Versammlung standen einige Wahlen zum Verbandsausschuss an. Neu dabei ist fortan Walter Jonas, der einstimmig zum Vertreter der Ehrenabteilung gewählt wurde. Der Ehrenvorsitzende des Verbandes löst damit Balthasar Schumacher ab, der als Mitglied, späteres Ehrenmitglied und Ehrenkreisbrandmeister rund 37 Jahre den Verbandsausschuss unterstützte. Schumacher schied auf eigenen Wunsch aus.
Bei weiteren Wahlen wurden bisherige Mitglieder des Verbandsausschusses bestätigt. Dazu zählen der zweite Vorsitzende Markus Zettelmeyer, zweiter Geschäftsführer Roland Achtziger und Hans-Jürgen Spies als Vertreter der hauptamtlichen Kräfte.

„Wir haben mit dem Rhein-Sieg-Kreis eine Verwaltung, an der Spitze Herr Landrat Sebastian Schuster, die uns trägt“, sagte erster Vorsitzender Dirk Engstenberg und betonte, dass sie nicht den Stillstand pflegten. Zahlreiche Aktivitäten des Verbandes stellen sich in der täglichen Verbandsarbeit dar. Dazu informierten auch Vorsitzender Dirk Engstenberg sowie Kreisjugendfeuerwehrwart André Dekleermaeker mit ihren Berichten alle Delegierten. Diese waren von den Freiwilligen Feuerwehren sowie den Werkfeuerwehren der 19 Kommunen aus dem Rhein-Sieg-Kreis nach Troisdorf gekommen.
Den musikalischen Rahmen bot das Feuerwehrorchester der Stadt Eschweiler dar.
Im Anschluss an die Delegiertenversammlung veranstaltete der Kreisfeuerwehrverband Rhein-Sieg e.V. zum zweiten Mal die Gesprächsrunde „Feuerwehr im Gespräch“.

 

 

 

 

 

 

14.10.2017: Großübung „Sturzflut 2017"

KFV V Aktuelles Sturzflut pressefoto RSK

Großübung „Sturzflut 2017“

Fast 600 Einsatzkräfte probten den Ernstfall

Rhein-Sieg-Kreis (rl) Es war viel los am Samstag in Teilen von Hennef, Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf! Grund war die Großübung „Sturzflut 2017“. Da wurden Deiche mit Sandsäcken verstärkt, Personenrettungen aus dem Hochwasser simuliert, Hubschrauber brachten Sandsäcke zu speziell ausgewählten Orten, Strömungsretter „befreiten“ den Mühlengraben von mitgeführten Gehölzen, eine Gasleitung wurde gesichert. Hintergrund war die Großübung „Sturzflut 2017“, an der insgesamt fast 600 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem
Hilfswerk, Malteser Hilfsdienst sowie den Wasserrettungszügen von DRK und DLRG teilnahmen. Die Bundespolizei unterstützte die Maßnahmen zum Teil mit Hubschraubern zum Einrichten einer Luftbrücke für Sandsäcke sowie Deichkontrollflüge.

Doch nicht nur die Einsatzkräfte der unterschiedlichen Einheiten “übten“ gemeinsam den Notfall, auch die Einsatzleitung - bestehend aus über 60 Führungskräften
der kreisangehörigen Feuerwehren und Fachberaterinnen und -beratern der Hilfsorganisationen, dem THW, der Polizei und der Bundeswehr - erhielt eine Stabsrahmenübung, in der einsatztaktische Entscheidungen überprüft wurden.
Simuliert wurden hier zusätzliche Sturmschäden und ein Rheinhochwasser. „Eins ist wichtig im Ernstfall: Jede Einheit muss wissen, was die andere tut und genau das wird heute geübt; ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und die hervorragende Planung“, so Kreisdirektorin Annerose Heinze bei der Begrüßung im Kreisfeuerwehrhaus.

Immer häufiger kommt es zu großen überregionalen Hochwasserereignissen, wie dem Elbehochwasser 2013 aber auch regional begrenzte Starkregenereignisse, z.B. im Jahr 2016 in Niederbayern, Simbach und Wachtberg verdeutlichen die Naturgefahr des Wassers. Bei diesen Ereignissen hängt das Ausmaß des Schadens ganz erheblich davon ab, wie gut und zielführend die Vorsorge getroffen wurde. Hierzu gehören einerseits bauliche Maßnahmen, wie Deichrückhaltungen, andererseits aber auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzkräfte. Arbeitsschritte und Techniken müssen bekannt und aufeinander abgestimmt sein, Schnittstellen müssen „geglättet“ werden. „Zusammen üben heißt, im Ernstfall gemeinsam Erfolg haben“, so Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg. Auch Landrat Sebastian Schuster ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich ein Bild von den Aktivitäten der Einsatzkräfte zu machen, bei denen es sich zum Großteil um ehrenamtlich Tätige handelte. „Ich danke ganz besonders den hier beteiligten Ehrenamtlern, die im Ernstfall für den Schutz unserer Bürgerinnen
und Bürger da sind und ohne der Katastrophenschutz im Rhein-Sieg-Kreis nicht funktionieren würde.“

 

(Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises vom 14.10.2017 / 476)

 

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19.04.2018: Treffen der Ehrenabteilung

Ehrenabteilung trifft sich in Much

Rhein-Sieg-Kreis (pk) Über 300 ehemalige Feuerwehrmänner waren zu Gast beim Kameradschaftstreffen der Feuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis. Im Schulzentrum Much begrüßten Landrat Sebastian Schuster, Bürgermeister Norbert Büscher und Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg die altgedienten Feuerwehrmänner aus dem ganzen Rhein-Sieg-Kreis. Insgesamt gibt es ca. 1.000 Mitglieder in den verschiedenen Ehrenabteilungen der einzelnen Kommunen. Alle zwei Jahre treffen sie sich an wechselnden Orten.

Landrat Sebastian Schuster begrüßte die Mitglieder mit den Worten „Das wahre Feuerwehrleben fängt erst ab der Ehrenabteilung an“. Denn die Mitglieder sind meistens gut in den Feuerwehren integriert und treffen sich auch dort untereinander. Weiter wartete er mit den aktuellen Mitgliederzahlen auf. „Ich bin zuversichtlich, dass es um die Zukunft der Feuerwehr gut bestellt ist“, so Schuster mit Blick auf die aktuell 3.589 aktiven Brandschützer im ganzen Rhein-Sieg-Kreis.

KBM Dirk Engstenberg stellte in seiner Ansprache die Wichtigkeit solcher Veranstaltungen heraus. „Die Förderung der Kameradschaft in unseren Ehrenabteilungen ist eine wichtige Aufgabe des Kreisfeuerwehrverbandes“.

Für die musikalische Unterhaltung der Besucher sorgten die Original Naafbachtal-Musikanten. „Löschmeister Jackels“, einer der herausragenden Löschgruppenführer der südwestlichen Voreifel, gab einen lustigen Einblick in die faszinierende Welt der Feuerwehr und berichtete humorvoll über abgebrannte Gartenhäuschen, wild gewordene Bienenvölker und Falschparker beim „Tag der offenen Tür“.

Den Höhepunkt des bunten Nachmittags bildete aber ohne Zweifel, „Die Flitsch“. J.P. Weber begeisterte mit kölschen Liedern, die zum Mitsingen einluden. Sein Auftritt glich einer musikalischen Zeitreise durch die schönste Stadt Deutschlands „Köln“. Mit dem nötigen Humor brachte er seinem Publikum kölsches Liedgut nahe und spielte zudem seine eigenen komponierten Lieder. Mehrere Zugaben waren hier inklusive.

Für das leibliche Wohl sorgten die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Much.

 

 

 

 

20.06.2018: Neue Messtechnik-Gerätewagen

PM Mess DSC 0139a Gut aufgestellt für die Gefahrstoff-Analyse

Zwei neue Messtechnik-Gerätewagen im Einsatz

 

Rhein-Sieg-Kreis (ke) Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern sind die „Gerätewagen Messtechnik“ ein wesentlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr. Denn schwarze Rauchgaswolken und ausgetretene Gefahrstoffe müssen auf mögliche Gesundheitsgefährdungen analysiert werden. Da die beiden bislang im Kreisgebiet eingesetzten Fahrzeuge mit Baujahr 1986 alters- und technikbedingt ausgedient hatten, hat der Rhein-Sieg-Kreis in zwei neue Gerätewagen investiert.
Landrat Sebastian Schuster übergab die beiden Messtechnik-Fahrzeuge jetzt an die Feuerwehren Bornheim und Siegburg. „Die Messung von Gefahrstoffen ist ein essentieller Baustein der Gefahrenabwehr. Daher freue ich mich sehr, dass wir jetzt mit den neuen, topmodernen Gerätewagen im Bereich Gefahrstoff-Analyse hervorragend und zukunftsfähig aufgestellt sind“, sagte Landrat Sebastian Schuster und ergänzte: „Ich danke den Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die mit ihren Messgruppen seit über 30 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr leisten, ganz herzlich. Mein Dank gilt aber auch allen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die sich Tag für Tag für unsere Gesellschaft engagieren!“
Wolfgang Henseler, Bürgermeister der Stadt Bornheim, und Franz Huhn, Bürgermeister der Stadt Siegburg, die die Schlüssel der fabrikneuen Gerätewagen stellvertretend für ihre Feuerwehren in Empfang nahmen, bedankten sich herzlich für das neue „Arbeitsmaterial“.
280.000 Euro hat der Rhein-Sieg-Kreis insgesamt für die Anschaffung der beiden jeweils 4,6 Tonnen schweren Mercedes-Benz-Sprinter in die Hand genommen. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg, der das Einsatzkonzept „Gefahrstoffmessung“ im Detail vorstellte, betonte: „Heute ist ein guter Tag für die Feuerwehren, aber auch für die Bevölkerung im Rhein-Sieg-Kreis. Mit den neuen Gerätewagen können wir mögliche Gefahren noch besser identifizieren und entsprechend agieren.“
Die Vielfalt der integrierten Messgeräte ermöglicht die qualifizierte Analyse von Gefahrstoffen; über die Bestimmung der jeweiligen Konzentration lassen sich mögliche Gesundheitsgefährdungen für die Bevölkerung bewerten. Neben den Messtechnik-Gruppen der Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die die Fahrzeuge traditionell besetzen, sorgen fünf weitere Messgruppen im Gefahrenfall für ausreichende „personelle Ressourcen“. So wird bei größeren Einsätzen eine flächendeckende Umsetzung des Messkonzeptes garantiert.
Thomas Kaltheier von der Messgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim stellte die technischen Details der Fahrzeuge vor: Mehrgasmessgeräte und ein Photoionisations-Detektor (PID) erkennen Gefahrstoffe und ermitteln Stoffkonzentrationen. Der PID, wie er von Fachleuten genannt wird, kann bis zu 450 Gase in der Luft nachweisen. Außerdem sind Geräte zur Messung von Gamma- und Röntgenstrahlen sowie Beta-Kontaminationen integriert. Damit auch im Gefahrenbereich Messungen erfolgen können, haben die Gerätewagen auch Schutzkleidung für die Besatzung mit „an Bord“. Neben der umfangreichen Messtechnik bietet ein integrierter Arbeitsplatz die Möglichkeit zur Gefahrstoff-Recherche.

 

Detailfotos zur Ausstattung finden Sie im Bereich Feuerwehren -> Sondereinheiten -> Mess-Einheit.

 

 Mess GW GEB 9729

 

 

 

 

 

07.08.2018: Großbrand am Siegburger Brückberg

 1808 Grossbrand Siegburg

Großbrand am Siegburger Brückberg

7. August 2018: Gegenseitiges Vertrauen garantiert Einsatzerfolg

 

Siegburg. Die Begleitumstände begünstigten den Verlauf des Großbrandes in Siegburg-Brückberg erheblich. Die hohen Temperaturen am Ereignistag, die thermische Aufbereitung der Umgebung, Wind und Topographie führten zu einem Brandereignis, welches mit einem „Feuersturm“ vergleichbar ist. Die Menschenrettung über mehrere Straßenzüge hinweg, ein Stoppen der Brandausdehnung sowie die Fürsorge für die Einsatzkräfte waren die obersten Prioritäten der Einsatzleitung. Im Laufe der Einsatzmaßnahmen mussten neben der primären Brände bis zu 30 weitere Vegetations- und Entstehungsbrände an Gebäuden bekämpft werden. Diese Situation forderte den Einsatzkräften alles ab – bis zur absoluten Erschöpfung wurde die Menschenrettung erfolgreich durchgeführt sowie die Brandausdehnung eingedämmt.
Von insgesamt 32 Verletzten zählten zwölf Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr dazu, auch ein Indiz für das über die Leistungsgrenze des Einzelnen hinausgehende Engagement. 48 Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Kreisgebiet arbeiteten Hand in Hand, unterstützt von Polizei und anderen Helfern. Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es eine von den Freiwilligen Feuerwehren getragene nichtpolizeiliche Sicherheitsarchitektur, bei der Rettungsdienst, Technisches Hilfswerk sowie die Hilfsorganisationen solche großen Einsatzlagen bewältigen können. Das Miteinander und das gegenseitige Vertrauen untereinander war wieder einmal der Garant des Einsatzerfolges. Weiterhin vorteilhaft sind die Erfahrungen der Einsatzleitung durch eine Vielzahl von Übungen, z.B. der Katastrophenschutzübung „Sturzflut“ (2017).
Die Planungen des Kreises zur vorgeplanten, überörtlichen Hilfeleistung unserer Feuerwehren sowie dem Rettungsdienst haben diesem Härtetest standgehalten. Das Land griff auch auf die rettungsdienstlichen Planungen zurück: Die Alarmierung erfolgte problemlos; der Einsatz schnell und professionell.
Schlussendlich ist es jedoch nicht nur den vorherigen Planungen sondern hauptsächlich den Einsatzkräften zu verdanken, dass es bei leichten Verletzungen blieb und eine Brandausdehnung gestoppt werden konnte.

 

IMG 2861808 Grossbrand Siegburg

Auszug aus dem Einsatz-Ticker


14:32 Uhr
Alarmierung: B 1 Fläche FW Siegburg
14:47 Uhr
im Minutentakt: Erhöhung auf B 3, B 4, B 5
15:07 Uhr
Alarmierung: ELW 2 und Stab
16:10 Uhr
Einsatzleitung an KBM
16:20 Uhr
1. Lagebesprechung Stab
Einsatzorganisation:
EA 1 Brandbekämpfung gesamtes Schadensgebiet, EA 2 Rettungsdienst, EA 3 Betreuungsdienst, BR Feuerwehr
16:58 Uhr
2. Lagebesprechung Stab
Lageübergabe EAL 1:
8 Wohnhäuser im Urnenfeld brennen; Unterabschnitte mit den Führungsmitteln ELW SAN und RHB gebildet; Ablösung für die Einsatzkräfte SGB initiieren; zz. 5 Einheiten im BR; Kühlwagen vor Ort, am ELW SGB melden; Anforderung Kaltgetränke und „Riegel“; Anfahrt BF Bonn (3 LZ) über Gneisenaustr. UAL Nord;
Weisung des EL: Prio 1 Menschenrettung, Prio 2 Brandbekämpfung; „Lagebild rund machen“; Grundschutz für SAN, TRO und SGB sicherstellen; Mitarbeiter der Stadt in EL anwesend
17:43  Uhr
3. Lagebesprechung Stab
Qualifizierte Lage liegt vor; 7 Wohnhäuser, aber 9 Wohneinheiten betroffen. (Lage von 17:09 Uhr); ca. 100 Pers. zz. in Schule betreut; Wasserversorgung Doppel-A von Mühlengraben steht, Doppel-B von
Luisenstr. herstellen; Verletz-tenzahlen der Leitstelle: bisher 10 P-Transporte zzgl. 2 Verletzte aus der Patientensichtung der Einsatzstelle; Anfrage der umliegenden KH´s
veranlasst (Selbsteinweisungen?); Betreuungsplatz: Getränke verteilt (3 Kühlanhänger bereits ausgeteilt), weitere Getränke geordert, Essen für 1 000 Pers. bestellt; Weisung EL: Kräfteansatz verifizieren, keine Nachalarmierung bis 18:45 Uhr!
18:45  Uhr
4. Lagebesprechung Stab
20:05  Uhr
5. Lagebesprechung Stab
Entlassung der ersten FW-Einsatzkräfte; Wasserversorgung Luisenstr. bleibt bestehen; 28 Verletzte; 12 Verletzte  selbständig in Krankenhäuser; Rückführung der Anwohner aus dem Hohlweg ab 21 Uhr, Rücksprache mit Polizei erfolgt; Ü-MANV-S Kräfte aus Einsatz entlassen; in Planung: ICE-Testfahrt / nur in Abstimmung mit EL; ca. 200 Anrufe beim Bürgertelefon SGB; EL: Geordnete Übergabe der Einsatzleitung an SGB vorbereiten; Innenministerium erwartet bis 08.08.2018, 6 Uhr einen schriftlichen Bericht.
21:10  Uhr
6. Lagebesprechung Stab
22:20  Uhr
7. Lagebesprechung Stab Verpflegung für 1 000 Pers.:  aktuell 300 Essen vorhanden, S1 = 540 Einsatzkräfte FW und RD sowie ca. 80 Einsatzkräfte Polizei waren vor Ort; FW Much wird mit BSW beauftragt; DB-Strecke: Gleise 3 und 4 freigegeben
22:30 Uhr
Einsatzleitung an StBI Burmann und an FW SGB

28.09.2018: „Gefahrenabwehrzentrum“ des Rhein-Sieg-Kreises

„Gefahrenabwehrzentrum“ des Rhein-Sieg-Kreises

 

Die Bedarfsermittlung und eine Machbarkeitsanalyse zählten zu den ersten Schritten: Im Herbst 2017 wurde das Projekt zum gewünschten Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) des Rhein-Sieg-Kreises gestartet, sodass die Firma FORPLAN GmbH aus Bonn nun ihre Studienergebnisse zusammenfasste. Über die Ergebnisse und weiteren Schritte spricht im Interview Landrat Sebastian Schuster.

 

Worin sehen Sie den Bedarf und die Prioritäten für das Gefahrenabwehrzentrum?
Wir müssen Schritt halten mit den Entwicklungen in unseren Feuerwehren vor Ort und den Erfordernissen der kreisweiten Katastrophenvorsorge. Der Brandschutz, die Hilfeleistung und der Katastrophenschutz mit einem Schulungs- und Stabsbereich sowie Werkstätten und Übungsanlagen haben höchste Priorität. Daneben wurde auch ein Bedarf für den Rettungsdienst als Schulungszentrum ermittelt sowie der Bedarf des Veterinäramtes, eine solche Einrichtung als Tierseuchenlogistikzentrum nutzen zu können.
Diese Bereiche bilden den inhaltlichen Schwerpunkt eines GAZs. Die derzeitige Situation im Kreisfeuerwehrhaus in Bezug auf Raumgestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Effizienz ist nicht geeignet, eine zukunftssichere Aufgabenerledigung sicherzustellen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf zum Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sowie zur Deckung der Bedarfe.

 

Wie sieht das zukünftige GAZ laut den Gesprächen zu Abstimmungen und Bedarfsermittlungen aus?
Ein Hauptfunktionsbereich des GAZs ist der Schulungs- und Stabsbereich. Dieser Kernbereich muss alle Räume und Einrichtungen zur Durchführung eines Aus- und Fortbildungsbetriebes für die Bedarfsträger auf Kreisebene enthalten. Ganz klar sollen hier die Standardausbildungen mit Sprechfunker, Maschinisten etc. genauso durchgeführt werden wie die Sonderausbildungen, z.B. Messübungen oder Technische Hilfe, oder die Fortbildungen für etwa Truppführer, Gerätewarte oder Heißausbildung. Die räumlichen Gegebenheiten des alten Kreisfeuerwehrhauses lassen diese Möglichkeiten bislang nicht zu.

 

Was wurde neben den Schulungen noch beachtet?
Wir brauchen selbstverständlich weiterhin die Werkstatt- und Technikbereiche. Diese wurden mit einem Flächenbedarf von rund 1 000 Quadratmetern ermittelt. Darin enthalten sind Atemschutz-, Schlauch- und Körperschutzwerkstatt sowie der Mobile Prüfdienst. Aufgrund steigendem Aus- und Fortbildungsaufwand in den Kommunen und auf Kreisebenen wird es hier mehr zu tun geben hinsichtlich der wartungs- und prüfpflichtigen Geräte. Auch wenn einige Kommunen eigene Werkstätten haben oder einrichten möchten, wird dies den Bedarf nicht auffangen und gleichzeitig muss weiterhin gewährleistet sein, dass die Bearbeitung fristgerecht erfolgt. Manche Geräte erfordern eine Sonderprüfung bzw. Qualifizierung der Prüfer. Diese sollen weiterhin zentral auf Kreisebene erfolgen. Ein weiterer Raumbedarf besteht bei den Übungsanlagen.

 

Gibt es Veränderungen bei den Übungsanlagen?
Momentan führen wir leider Aus- und Fortbildungen durch ohne die jeweiligen Übungsanlagen anbieten zu können, die nach dem heutigen Stand der Technik erforderlich sind. Beispiele sind die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger oder die Fortbildung in der Absturzsicherung. Unsere Kommunen sahen bei der Abfrage ebenfalls einige Übungsanlagen als unerlässlich an, die also einem kreisweiten Bedarf unterliegen. Aber die reinen Übungsanlagen bringen uns nicht weiter. Drinnen brauchen wir ausreichend Umkleide- und Sanitäranlagen sowie im Außenbereich befestigte Freiflächen. Schließlich müssen auch Logistikflächen zur Verfügung stehen. Stellplätze für Feuerwehr-Sonderfahrzeuge oder Reservefahrzeuge des Rettungsdienstes stehen ebenfalls ganz oben. Dazu kommen Lager- und Parkflächen. Innerhalb der Kommunen können nicht alle Einsatzmittel oder Verbrauchsgüter unendlich gelagert werden. Erwähnt wurden beispielsweise Einsatzreserven von Sonderlöschmittel, Abrollbehälter zum Transport oder Wechselkleidung.

 

Wie sieht es mit dem Grundstücksbedarf und den Gesamtkosten aus?
Laut der Studie sprechen wir von einer Grundstücksfläche mit insgesamt rund 15 000 Quadratmetern. Damit könnten alle Funktionsbereiche ebenerdig eingerichtet werden. Die notwendige Brutto-Grundfläche ergibt sich aus der notwendigen Nutzfläche, Konstruktions-Grund- und den Verkehrsflächen. Aus vergleichbaren Bauprojekten wurde ein Kostenrahmen ermittelt. Die Ausstattung entspricht dabei einem für vergleichbare Einrichtungen und Funktionsbereiche üblichen Ausstattungsgrad. Die Kosten liegen in Höhe von 17,5 Millionen Euro.

 

Gibt es andere Möglichkeiten, die Bedarfe abzudecken, z.B. durch eine Kooperation mit der Bundesstadt Bonn?
Die Studie hat bereits eine derartige Kooperation geprüft und für sinnvoll erachtet. In Abstimmung zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ist definitiv eine einheitliche Ausbildung vorteilhaft. Gerade Ausbildungstermine für ehrenamtliche Kräfte können flexibler angeboten werden. Die Feuerwehr Bonn interessiert sich auch für die Nutzung der Übungsanlage zur Wärmegewöhnung und gerade im Logistikbereich gibt es weitere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann die Rüsteinheit der Feuerwehr Bonn (inkl. Kran) bei umfangreichen TH-Einsätzen im Rhein-Sieg-Kreis angefordert werden.

 

 

Die folgende Abbildung zeigt eine schematische Darstellung des neuen Gefahrenabwehrzentrums. Quelle: RSK

1809 GAZ Schema

28.09.2018: Feuerwehr im Gespräch

„Feuerwehr im Gespräch“ mit Verwaltung und Politik

Kreisfeuerwehrverband lud zum 3. Mal zur Veranstaltung ein

Kfv RSK 1809 075

Rhein-Sieg-Kreis. Bereits zum dritten Mal lud der Kreisfeuerwehrverband mit seinem Vorsitzenden, Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg zur Veranstaltung „Feuerwehr im Gespräch“ ein. Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte der Musikzug der Meckenheimer Stadtsoldaten.

Jürgen Mathies, Staatssekretär im NRW-Innenministerium, die Europa-, Bundestags-, Landtags-, Kreistagsabgeordneten aus dem Rhein-Sieg-Kreises, die kommunalen Spitzenbeamten der 19 Städte und Gemeinden sowie über 200 Feuerwehrleute aus allen Kommunen waren in die Meckenheimer Jungholzhalle gekommen, um über aktuelle Feuerwehrthemen zu diskutieren.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen hatte für diese Veranstaltung auf das Staatsbankett mit dem türkischen Präsidenten Erdogan verzichtet, erfuhren die Gäste von Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg.
Der Moderator und Redakteur Ralf Rohrmoser-von Glasow führte gekonnt durch zwei interessante und kurzweilige Gesprächsrunden über aktuelle The-men: Den Großbrand an der ICE-Strecke in Siegburg-Brückberg und das geplante Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) der Feuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis.

Kfv RSK 1809 060

Den Fragen zur ersten Talkrunde stellten sich Staatssekretär Jürgen Mathies, Landrat Sebastian Schuster, Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn und der stellvertretende Siegburger Wehrleiter Georg Burmann. Vor Einstieg in die Talkrunde schilderte Michael Grabowski, ein Helfer der ersten Stunde beim Großbrand, das Geschehene. Er selbst ist kein freiwilliger Feuerwehrmann, sondern betreibt in der Nachbarschaft ein kleines Unternehmen. Grabowski kam gerade nach Hause als die ersten Flammen loderten. „So etwas war für mich vorher unvorstellbar. Innerhalb von Minuten hatten die Flammen vier Gleise übersprungen“, berichtet er noch tief bewegt. Sichtlich beeindruckt hörten die Gäste seinen weiteren Schilderungen zu. „Man denkt nicht mehr, man tut es einfach“. Er habe seine Fahrzeuge weggesetzt und dann die Feuerwehr mit einem Garten-schlauch unterstützt.
Staatssekretär Jürgen Mathies übermittelte den Dank der Landesregierung und zollte den Einsatzkräften noch einmal allen höchsten Respekt, dass alle Menschen gerettet und die Häuser auf der gegenüberliegenden Straße vor den Flammen bewahrt wurden. Bürgermeister Franz Huhn dankte allen 540 Helfern für die unbeschreibbare Leistung, die jeder Einzelne erbracht hat. Der Großeinsatz sei top koordiniert und großartig geleitet worden.
In der zweiten Gesprächsrunde ging es um das geplante Gefahrenabwehrzentrum (GAZ), das in den nächsten Jahren für rund 17,5 Millionen Euro in der Mitte des Rhein-Sieg-Kreises gebaut werden soll. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg informierte über den Zweck und den aktuellen Sachstand. Das neue GAZ soll Schulungsräume, Werkstätten und große wirklichkeitsgetreue Übungsbereiche umfassen. So wird gewährleitet, das hier zukünftig eine praxisorientierte Ausbildung durchgeführt und in Bezug auf Raumgestaltung, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie Effizienz eine zukunftssichere Aufgabenerledigung sichergestellt wird. Letztendlich sollen hier noch Spezialgeräte vorgehalten werden, die bei Bedarf von den einzelnen Kommunen angefordert werden können.
Amtsleiter Rainer Dahm schilderte von den Schwierigkeiten ein geeignetes, großes Grundstück für so ein Projekt zu finden und sprach über den möglichen Zeitrahmen für die Verwirklichung. „Wenn uns die Politik hilft, lässt sich das in Jahren machen“.

 

Besonders erfreulich war die tolle Beteiligung der politischen Vertreter. Man erlebt es selten, dass bei einer Veranstaltung der Europaabgeordnete, drei Bundestagsabgeordnete und zwei Landtagsabgeordnete des Kreises sowie zahlreiche Vertreter aus dem Kreistag anwesend sind. Das ist ein Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit und das Engagement der Feuerwehr.

 

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Aktuell wird der Kreisfeuerwehrverband durch folgenden Vorstand vertreten:

Vorsitzender: Dirk Engstenberg
Stellvertretender Vorsitzender:   Markus Zettelmeyer